Big things are coming our way // Oder: 8-) (flex) (punch) (cash) (mooning) (d) (poolparty) (smoke)
Während draußen zufrieden summende Edelstahlrohe um die Aufmerksamkeit der blutorangen Bitterfelder Abendsonne buhlen, im Bordrestaurant die Kühlung ausfällt noch bevor das Weißbier ausverkauft ist und mir just ins Hirn schoss, dass “tragisch aber performant” der pefekte Claim für eine Emo-Tech-Company wäre, juckt es mir in den Fingern ein paar Zeilen zu dem Thema zu schreiben, dass mich nun seit beinahe acht Monaten beschäftigt (So mich die Entwicklung von Claims für Emo-Tech-Companies gerade nicht allzu arg in Beschlag nimmt, versteht sich.). Möglicherweise mag das strategisch unklug und verfrüht sein, muss aber jetzt einfach raus, schon allein aus dem Grund, weil ich meine Euphorie unmöglich mit warmem Bier zügeln kann. Bedrückend, aber wahr.
Der Traum meiner schlaflosen Nächte ist in diesem Fall eine simple Idee. Eine Idee, die der Kollege Maik Nöcker (Herr rechts des attraktiven Herrn links im Bild unten) Ende letzten Jahres im Barcomi’s Deli* in der Sophienstraße in Berlin lossponnen und inzwischen mit viel Denken, ehrlicher Arbeit, dem notwendigen Glück und ein wenig Unterstützung zu einem ganz anständigen Garn geklöppelt haben, das nun der Weiterverarbeitung zum goldenen Vlies harrt.
Um diese Transformation zu befördern, gründen Herr Nöcker und ich kommende Woche in der Freien und Hansestadt Hamburg unser eigenes kleines StartUp. Whooot Whooot oder, wie der Neu-Berliner sagt, fucking awesome. Inhaltliche Überschneidungen mit der textilverarbeitenden Industrie sind zwar vorhanden, aber trotz der oben gewählten metaphorischen Masturbation eher marginal. Da es eindeutig zu früh wäre, mehr zu verraten, müssen dezente Hinweise ausreichen:
1. Ja es ist irgendwas mit Medien.
2. Ja, der Firmensitz auf St.Pauli ist mit Vorsatz gewählt und essentiell für den Erfolg des Vorhabens.
3. Weder Maik noch ich werden uns ausziehen - zumindest nicht im Tagesgeschäft.
4. Für nähere Informationen zum Geschäftsmodell bitte die folgende Zeile ins Skype-Chatfeld kopieren und an Mutti schicken:
8-) (flex) (punch) (cash) (mooning) (d) (poolparty) (smoke)
Mehr gibt’s nächste Woche Donnerstag, unter anderem auf unserer dann vollständig gebackfillten Corporate Timeline auf Facebook und natürlich hier und an anderer geeigneter Stelle. Ich freue mich derweil noch ein wenig eckig und hoffe, dass wir alles wie geplant hinkriegen und die hier kolportierte Deadline auch einhalten können. So, jetzt rattert die holzvertäfelte Rummelbude hier gleich in den Berliner Hauptbahnhof ein. Solide 10 Minuten Verspätung, vorm Bistro hat man die Rollos zu- und mein Nachbar zur rechten die Schuhe wieder angezogen. 23 Grad, leicht bewölkt, könnte insgesamt eine durchschnittlich erfreuliche Hauptstadtnacht werden. NÄCHSTE WOCHE WIRD GEGRÜNDET!!! HA! Verzeihung… :-/
*Für Nicht-Berliner: Das Barcomi’s Deli ist ein bisschen wie Panama City für Geeks / total konspirativ und mit privacy zwischen Touristen, aber irgendwie auch völlig offensichtlich und am Ende interessieren, die Geschäftsmodelle der Nebentisch-Nerds dann auch nicht so brennend, weil man irgendwie eh schon alles gehört hat. Davon abgesehen, ist Lydia Barcomi die beste Bäckerin der Welt, der Elephant Vanilla Chai Latte eine Wucht und der New York Cheesecake zum Niederknien!